Strategie & Management

Im Dialog mit unseren Stakeholdern

Nachhaltige Lösungen können nur entstehen, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten. Bayer sucht deshalb auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene den zielgerichteten Dialog mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Dazu zählen unsere Partner – Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten – und unsere Investoren. Ebenso wichtig sind für Bayer die öffentlichen Interessen – die der direkten Nachbarn, der Nichtregierungsorganisationen (NGOs), der Politik und der breiten Öffentlichkeit. Und schließlich bewegt sich Bayer als Unternehmen in einem Handlungsrahmen, der von Institutionen aus der Wissenschaft, der öffentlichen Verwaltung und von der Gesetzgebung stark beeinflusst ist.
Eine enge Kooperation bringt allen Seiten Mehrwert: Die Anregungen der Stakeholder fließen in unsere Planungen und Entscheidungen ein. Gleichzeitig eröffnet uns die Zusammenarbeit Plattformen, auf denen wir unsere Sichtweisen offen kommunizieren und wichtige Innovationsimpulse erhalten können.

Identifikation wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen

Wir nehmen die Bedürfnisse unserer Stakeholder ernst und möchten einen Beitrag zu den drängenden Fragen unserer Zeit leisten – auf der Basis unserer Werte und im Einklang mit internen und externen Richtlinien und Gesetzen. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, effizient zu wirtschaften, ökonomisch erfolgreich zu sein und den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Besondere Schwerpunkte für unser Nachhaltigkeitsengagement und unsere Berichterstattung wählen wir deshalb anhand folgender Fragestellungen aus: 
  • In welchen Bereichen sind die Herausforderungen aktuell am größten? 
  • Wo tragen wir als Konzern eine besondere Verantwortung?
  • Welche Bereiche haben eine hohe Relevanz für unser Geschäft?
  • Wo können wir einen besonders großen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten?

Beispiele für den Stakeholderdialog 2008 mit unterschiedlichen Stakeholdergruppen

Mitarbeiter
  • Mitarbeiterbefragungen link
  • Erarbeitung und Unterzeichnung eines Ethik-Kodex zwischen den Sozialpartnern der chemischen Industrie, dem Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) im Rahmen des sogenannten „Wittenberg-Prozesses“
Kunden
  • Dialog zu HSE-Fragen bzgl. der Deklaration von Substanzen
  • Symposium zu Polyurethanen in Leverkusen (Deutschland)
  • Teilnahme an den Feldtagen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft
Lieferanten
  • Lieferantendialog und Vergabe eines Sustainability Award für besondere Nachhaltigkeits-Performance von Bayer-Lieferanten in Indien
  • Konstruktiver Dialog mit unseren Lieferanten zur Sicherstellung der reach-Vorregistrierung; damit Förderung langfristiger Geschäftsbindung, die der Liefersicherheit für unsere Kunden zugute kommt.
Public Private Partnerships
  • Kooperationen mit WHO (Chagas, Afkrikanische Schlafkrankheit)
  • TB Alliance (Tuberkulose)
  • Gates Foundation (Malaria)
  • Start des „Food Chain Partnership“-Programms in Mexiko
Internationale Initiativen
  • UN Global Compact: „Caring for Climate“ und „CEO Water Mandate“
  • Mitarbeit bei Global Roundtable on Climate Change (GROCC)
  • Zusammenarbeit mit dem „United Nations Environmental Programme“ (UNEP)
  • Kooperation mit us Agency for International Development (USAID), UN Population Fund (UNFPA) und International Planned Parenthood Federation“ (IPPF) (u. a. reproduktive Gesundheit)
  • Organizational Stakeholder der „Global Reporting Initiative“ (GRI)
Wissenschaft und Forschung
  • Sponsoring der „Volatile Organic Chemicals Control and Management Conference“ in Peking (China)
  • Foren und Konferenzen mit Beteiligung von Industrie und Regierung in Zusammenarbeit mit dem Chanzhou Coatings Research Institute (China)
  • Lehraufträge an Universitäten in den Fächern Medizin, Pharmazie, Chemie
  • Strategische Kooperationen mit Universitäten in Köln (Deutschland) und Singapur
  • Vorträge und Diskussionen zur Nachhaltigkeit im BayKomm mit studentischen Besuchergruppen aus dem In- und Ausland
NGOs
  • Zusammenarbeit mit der indischen Naandi Foundation im Kampf gegen Kinderarbeit
  • Projekt mit der „Deutsche Stiftung Weltbevölkerung" (DSW)
  • Internationaler Dialog Bevölkerung und nachhaltige Entwicklung (Konferenz in Zusammenarbeit mit Bayer)
Schulen
  • „Baylab“-Schülerlabore in Leverkusen, Monheim, Berlin und Wuppertal (Deutschland)
  • Bayer-Bildungsprogramm „Making Science Make Sense“ – seit 2008 nehmen elf Länder an der Initiative teil
Politik und Gesellschaft
  • Beteiligung am „NanoDialog“ zwischen Bundesregierung und Industrie
  • Dialogreihe „Denkanstöße für Berlin“
  • Gespräche mit Nachbarn, Behördenvertretern und Mandatsträgern, z. B. zur CO-Pipeline
  • Gespräche mit Vertretern von EU-Kommission und EU-Parlament, beispielsweise zur neuen EU-Pflanzenschutzpolitik
  • Mitarbeit bei der EPAA (Europäische Partnerschaft für alternative Ansätze zu Tierversuchen)
(Branchen)-Verbände
  • Mitgliedschaft im Vorstand von ECONSENSE
  • Vorsitz des europäischen Pharmadachverbands (EFPIA)
  • Vorsitz des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA)
  • Mitarbeit in zahlreichen nationalen, europäischen und inter-nationalen Verbänden, u. a. Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Verband der Chemischen Industrie (VCI), American Council on Chemistry (ACC), Europan Crop Protection Association (ECPA), Conseil Européen de l‘Industrie Chimique (CEFIC)

Differenzierte Herangehensweise

Ziel unseres Stakeholderdialogs ist es, gemeinsam innovative Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung zu finden. Dazu ist es wichtig, die Fragestellungen und Interessen differenziert zu betrachten. Denn die Perspektiven der einzelnen Stakeholdergruppen und die regionalen Rahmenbedingungen für Lösungsansätze unterscheiden sich oft erheblich.
Um in der Lage zu sein, Herausforderungen kontextbezogen zu diskutieren und fallspezifische Lösungen zu entwickeln, hat Bayer den Stakeholderdialog in die einzelnen Funktionen, Unternehmensbereiche und Regionen integriert. Die Vielzahl der Initiativen, Gremien, Fachworkshops und Informationskampagnen auf Konzernebene sowie in den Teilkonzernen und Servicegesellschaften spiegelt die Vielfalt unseres Geschäfts wider. Unser Stakeholderengagement reicht von der Zusammenarbeit mit lokalen NGOs bis hin zur Mitarbeit in internationalen Nachhaltigkeitsinitiativen.
Die Tabelle stellt beispielhaft Aktivitäten dar, die der Konzern bzw. die einzelnen Teilkonzerne und Servicegesellschaften 2008 im Rahmen des Stakeholderdialogs umgesetzt haben. Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Maßnahmen kann die Tabelle nur einen kleinen Ausschnitt unseres Stakeholderengagements vermitteln.

Regelmäßige Stakeholderbefragungen

Transparenz zu schaffen über unser Geschäft, unsere Nachhaltigkeitsleistungen und -herausforderungen ist ein Grundsatz unseres Stakeholderdialogs. Die Basis dafür stellt der Bayer-Nachhaltigkeitsbericht dar, ergänzt durch den Internetauftritt und den Lagebericht im Geschäftsbericht. Zu Themen, die aktuell im besonderen Fokus der Öffentlichkeit stehen, bieten wir Themenspecials und Fachveröffentlichungen an. So informierten Broschüren der Bayer AG im Jahr 2008 kompakt und anschaulich über den Klimawandel, die Internetseite http://www.pipeline.bayer.de/ und eine Broschüre greifen die Fragen der Bürger zur geplanten CO-Pipeline am Standort Leverkusen (Deutschland) auf.
Ob unsere Berichterstattung im Einklang mit den Informationsbedürfnissen unserer Stakeholder steht, prüfen wir regelmäßig. Anfang 2008 hatten wir beispielsweise rund 200 für uns wichtige Stakeholder (NGOs, Verbände, Behörden, Analysten, Kunden, Lieferanten, Politik) telefonisch nach den wichtigen Zukunftsthemen der Nachhaltigkeit befragt, die Bayer aufgreifen soll, sowie zu unserer Berichterstattung. Unsere Stakeholder bestätigten in dieser Umfrage die von Bayer als wesentlich identifizierten Themen: Klimawandel, weltweite Wasser- und Trinkwasserproblematik. Aber auch Umweltschutz, Menschenrechte und nachhaltige Gesundheitsversorgung sowie die Frage, wie Nachhaltigkeit in ökonomischen Entscheidungen verankert werden kann, werden von unseren Stakeholdern als wichtige Themen angesehen. In puncto Dialog favorisierten sie den Austausch in kleinen, themenfokussierten Gruppen gegenüber großen Podiumsdiskussionen oder Internetforen.
Auch in diesem Jahr möchten wir unsere Stakeholder dazu einladen, unsere Berichterstattung und unsere Nachhaltigkeitsleistung zu bewerten. Unter http://www.umfrage.nachhaltigkeit.bayer.de/ können Sie uns Ihre Meinung zum vorliegenden Bericht mitteilen und Ihre Erwartungen an das zukünftige Nachhaltigkeitsengagement von Bayer formulieren.
top
top
top
top
top
top
top
top
top
Seite drucken
Suche
Suche
Erweiterte Suche
Download Center
 
Links
Nachhaltigkeitsbericht 2007
 
Bayer Klimaprogramm
 
Geschäftsbericht 2009
 
Social Media Info Kit
zum Nachhaltigkeits-Programm
Online-Berichtslinks
Geben Sie hier die Kennziffer des gewünschten Berichtslinks aus der Druckversion ein
 
Übersicht der Berichtslinks aus der Druckversion
Service
Druckversion des Nachhaltigkeitsberichts 2008 bestellen
Newsletter
Newsletter bestellen