Das Unternehmen

Zukunftswerte schaffen

Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien sind unsere Kernkompetenzen. Bayer verfolgt in allen drei Bereichen ein klares Ziel: mit innovativen Produkten und Dienstleistungen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen, der Gesellschaft einen Mehrwert bieten und selbst Werte schaffen – im Interesse unserer Aktionäre, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der gesamten Gesellschaft in allen Ländern der Erde, in denen wir tätig sind.

Unser wirtschaftlicher Erfolg

Das Jahr 2008 verlief für Bayer in einem zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich: Mit unseren zahlreichen Produkten konnten wir einen Umsatz von 32,9 Milliarden Euro erzielen, der um 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich ein Konzernergebnis von 1,7 Milliarden Euro link.
Umsatz nach Teilkonzernen 2008

Unsere Aktie

Auch die Bayer-Aktie geriet 2008 in den Sog der weltweiten Börsenturbulenzen und verlor im Jahresverlauf 33,6 Prozent ihres Kurswerts. Unter Einbeziehung der im Mai gezahlten Dividende von 1,35 Euro pro Aktie errechnet sich für 2008 eine Performance von minus 31,9 Prozent. Trotz dieses Kursverlusts gehört die Bayer-Aktie damit aber noch zu dem besten Drittel aller DAX-30-Werte. Das Eigenkapital des Bayer-Konzerns betrug zum 31. Dezember 200816,34 Milliarden Euro, das bis auf 77 Millionen Euro den Gesellschaftern der Bayer AG zuzurechnen ist.
Unsere Aktionärsstruktur ist weiterhin sehr international: Laut einer Erhebung über den Aktienbesitz institutioneller Anleger aus dem Jahr 2008 entfallen 80 Prozent des identifizierten Kapitals auf Anleger mit Stammsitz im Ausland. 43 Prozent werden von Anlegern mit Stammsitz in den USA gehalten. Vorstand und Investor-Relations-Abteilung stehen im regelmäßigen Dialog mit privaten und institutionellen Anlegern. Hauptversammlung, Investorenkonferenzen, Privatanlegerforen sowie Roadshows sind dabei wichtige Instrumente.
Der US-amerikanische Index-Anbieter Morgan Stanley Capital International (MSCI) hat die Bayer-Aktie zum 1. Juli 2008 von dem Sektor „Materials“, Kategorie „Diversified Chemicals“ in den Sektor „HealthCare“, Kategorie „Pharmaceuticals“ umgruppiert. Damit reflektiert MSCI den neuen Schwerpunkt unserer Geschäftsaktivitäten im Bereich HealthCare.

Unsere Akquisitionen, Investitionen und Auszahlungen 2008

Bayer HealthCare übernahm 2008 u. a. für 265 Millionen Euro das osteuropäische OTC-Geschäft von Sagmel Inc. Darüber hinaus wurden 695 Millionen Euro für den Erwerb der restlichen Anteile an der Bayer Pharma AG gezahlt. Nach Eintragung des Squeeze-out in das Handelsregister erhielten die verbliebenen Minderheitsaktionäre für ihre Aktien eine angemessene Barabfindung von 98,98 Euro je Aktie.  
Bayer CropScience investierte 2008 u. a. in die Erweiterung der Herbizid-Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten Frankfurt und Knapsack sowie in die neue Formulieranlage für Insektizide in Hangzhou (China).
 Bayer MaterialScience hat im Oktober 2008 die weltweit größte Anlage zur Herstellung von Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) in Shanghai (China) in Betrieb genommen. Des Weiteren hat der Teilkonzern mit der Errichtung einer Pilotanlage zur Herstellung von Carbon Nanotubes begonnen.
Ein Überblick über die wesentlichen Investitionen und sonstigen Erwerbe des Berichtsjahres findet sich in unserem Geschäftsbericht 2008.

Unsere Unternehmensstruktur

Die Keimzelle der späteren Bayer AG wurde 1863 in Wuppertal (Deutschland) gegründet, seit 1912 hat das Unternehmen seinen Sitz in Leverkusen (Deutschland). Heute ist der Konzern mit rund 320 Gesellschaften auf fünf Kontinenten vertreten. Er wird geführt von einer Management-Holding, unter deren strategischer Leitung die Teilkonzerne und Servicegesellschaften eigenverantwortlich arbeiten. Das operative Geschäft obliegt den drei Teilkonzernen Bayer HealthCare, Bayer CropScience und Bayer MaterialScience. Unsere drei Servicegesellschaften Bayer Business Services GmbH, Bayer Technology Services GmbH und CURRENTA GmbH & Co. OHG bieten internen wie externen Kunden Unternehmensdienstleistungen an.

Unsere Führungsstruktur

Der Aufsichtsrat des Bayer-Konzerns setzt sich dem deutschen Mitbestimmungsgesetz entsprechend aus zehn Vertretern der Anteilseignerseite und zehn Vertretern der Arbeitnehmerseite zusammen. Gemäß seinem gesetzlichen Auftrag hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2008 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet.
Die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Grundsätze im Unternehmen und die Änderungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ vom Juni 2008 waren ein wichtiger Bestandteil der Aufsichtsratsarbeit. Im Dezember 2008 konnten Vorstand und Aufsichtsrat erneut die Erklärung abgeben, dass die Bayer AG in vollem Umfang den Empfehlungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ entspricht.
Konzernvorstand

Unsere Vergütungsprinzipien

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich im Wesentlichen aus vier Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung, einer kurzfristigen variablen Vergütung, die sich als Zielvergütung auf ein Geschäftsjahr bezieht, einer langfristigen variablen Vergütung, die sich als Zielvergütung auf drei Geschäftsjahre bezieht, sowie einer betrieblichen Altersversorgung mit nach Dienstjahren wachsenden Pensionsanwartschaften. Hinzu kommen Sachbezüge und sonstige Leistungen wie z. B. Firmenfahrzeug mit Privatnutzung oder Kostenerstattung einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung. Die Festvergütung besteht aus zwei Teilen: einer festen Jahresvergütung und einer festen Konzernzulage. Die kurzfristige variable Vergütung für das Jahr 2008 bemisst sich zum einen an der um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA-Marge für den Konzern sowie zum anderen am gewichteten Durchschnitt der Zielerreichung der Teilkonzerne HealthCare, CropScience und MaterialScience. Die Zielerreichung der Teilkonzerne ist im Wesentlichen gekoppelt an die Planerreichung in Bezug auf das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA. Zudem fließt eine qualitative Bewertung gegenüber Markt und Wettbewerb ein.
Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach den entsprechenden Satzungsbestimmungen, deren aktuelle Fassung von den Aktionären in der Hauptversammlung am 29. April 2005 beschlossen wurde. Die Mitglieder des Bayer-Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Aufwendungen eine feste und eine variable Vergütung. Die jährlich feste Vergütung beträgt 60.000 Euro, die variable Vergütung ist erfolgsabhängig und richtet sich nach dem Brutto-Cashflow des Geschäftsjahres, der im Konzernabschluss ausgewiesen ist. Für je angefangene 50 Millionen Euro, um die der Brutto-Cashflow den Betrag von 3,1 Milliarden Euro übersteigt, beträgt der variable Teil 2.000 Euro, insgesamt jedoch höchstens 30.000 Euro. Gemäß den Bestimmungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ werden Vorsitz und stellvertretender Vorsitz im Aufsichtsrat sowie Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen gesondert berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache des sogenannten einfachen Satzes. Mitgliedern von Ausschüssen steht ein zusätzliches Viertel und Ausschussvorsitzenden ein weiteres Viertel des einfachen Satzes zu. Insgesamt ist die Vergütung jedoch auf das Dreifache des einfachen Satzes begrenzt. Für die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss wird einvernehmlich keine zusätzliche Vergütung gewährt. Veränderungen im Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen während des Geschäftsjahres führen zu einer zeitanteiligen Vergütung. Die Vergütung der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder legen wir jährlich im Geschäftsbericht individualisiert offen.
Um die variable Vergütung von Führungskräften im Bayer-Konzern direkt an Nachhaltigkeitserfolge zu koppeln, haben wir zudem damit begonnen, Nachhaltigkeitsziele in die individuellen Zielvereinbarungen von Führungskräften zu integrieren. Unser Ziel ist es, eine enge Verknüpfung von Nachhaltigkeitszielen und variablen Gehaltsbestandteilen konzernweit umzusetzen.

Unsere Mitarbeiter weltweit

Der Erfolg unseres Unternehmens basiert auf dem täglichen Engagement unserer weltweit 108.600 Mitarbeiter (2007: 106.200). Rund 34 Prozent (2007: 36,8 Prozent) davon sind an unseren Standorten in Deutschland beschäftigt. Weltweit sind ca. 74 Prozent (2007: 76,5 Prozent) unserer Mitarbeiter in Ländern tätig, die zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören. Fast 26 Prozent (2007: 23,5 Prozent) arbeiten in insgesamt 43 Nicht-OECD-Staaten. Darunter nimmt China mit etwa 6.800 Mitarbeitern den ersten Rang ein, gefolgt von Indien (3.500) und Brasilien (3.300).

Der Bayer-Konzern

Der Bayer-Konzern ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Gesellschaften rund um den Globus. Auf der Karte findet sich eine Auswahl wichtiger Unternehmensstandorte.
der Bayer-Konzern

Der Bayer-Konzern 2008 in Zahlen (Vorjahreswerte in Klammern)

  Nordamerika Lateinamerika/ Afrika/Nahost Europa Asien/Pazifik Gesamt
Umsatz (in Mio €) 8.026
(8.161)
4.958
(4.660)
14.549 (14.353) 5.385
(5.211)
32.918 (32.385)
Mitarbeiter 17.000 (16.800) 15.300
(14.300)
55.500 (56.200) 20.800 (18.900) 108.600 (106.200)
F&E Ausgaben
(in Mio €)
459
(581)
36
(35)
2.014 (1.836) 144
(126)
2.653 (2.578)
Anzahl voll konsolidierte Gesellschaften 45
(47)
46
(51)
167
(168)
58
(60)
316
(326)
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