Leistungsbericht

Nachhaltigkeitsprogramm 2006+

Unser Konzern-Nachhaltigkeitsprogramm bietet einen Überblick über unsere konkreten Nachhaltigkeitsziele bis 2010. Es ist nach den Handlungsfeldern Innovation, Produktverantwortung, Exzellente Unternehmensführung, Gesellschaftliche Verantwortung und Verantwortung für die Umwelt ausgerichtet. In Themenbereichen, bei denen wir erhöhten Handlungsbedarf sehen, ergänzen wir die bestehenden durch zusätzliche, auch über 2010 hinauslaufende Ziele.
In das Programm sind Ziele aller Teilkonzerne und Servicegesellschaften eingeflossen. Ihre Vorstände und Geschäftsführungen sind für deren erfolgreiche Umsetzung verantwortlich.
Im Anschluss an die Beschreibung des Umsetzungsstands finden Sie zu jedem Ziel ein Symbol, das darstellt, wie Bayer den aktuellen Grad der Zielerreichung im Berichtsjahr einschätzt. Weitere Informationen zu den jeweiligen Zielen finden Sie mithilfe der Verlinkungen in diesem Bericht oder im Geschäftsbericht 2008.

Unsere Ziele bis 2010 (sofern nicht anders dargestellt)

Handlungsfeld: Innovation

Ziel Stand der Umsetzung Zielerreichung 2008 mehr
Förderung der Innovationskultur durch Um setzung einer langfristig angelegten, konzernweiten Innovationsinitiative: „Triple-i“-Programm (Inspirationen, Ideen und Innovationen). Der weltweite Roll-out der unternehmensweiten Innovationsoffensive „Triple-i“ ist auf sehr gute Resonanz gestoßen. Von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden bis jetzt 7.700 Ideen eingereicht, von denen etwa 80 von den Bayer-Teilkonzernen aufgegriffen wurden. Zwei Produkt ideen wurden bereits im Markt eingeführt.

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Förderung der Forschung zum welt weiten Trink- und Süßwasserschutz;
Bereitstellung von Finanzmitteln und Beteiligung am Projektmanagement für den von Bayer und National Geographic eingerichteten „National Geographic Global Exploration Fund“.
Mithilfe der Bayer-Unterstützung wurden die 2006/2007 initiierten neun konzernexternen Förderprojekte zur Erschließung, gerechten Verteilung und Schonung von Wasserressourcen weitergeführt. Die bisherigen Ergebnisse wurden auch 2008 in externen Publikationen kommuniziert, z. B. Merian Jubiläumsheft.

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Beitrag zur Sicherstellung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung durch Entwicklung von Pflanzen mit besseren Erträgen und verbesserter Stresstoleranz gegenüber Trockenheit; Weiterentwicklung der Pflanzenbiotechnologie und moderner Saatgutzüchtungstechnologie. Die Nutzung der Pflanzenbiotechnologie für eine Verbesserung der Toleranz von Kulturpflanzen gegen abiotische Stressfaktoren wie Trockenheit, Kälte, Hitze oder Versalzung des Bodens ist eines der zentralen Forschungsziele von Bayer CropScience (BCS). Auf diesem Gebiet gibt es zahlreiche frühe und fortgeschrittene Forschungsprojekte, darüber hinaus bestehen Allianzen mit öffentlichen Forschungseinrichtungen (z. B. mit der CSIRO Commonwealth Scientific Industrial Research Organization in Australien oder dem Helmholtz-Forschungszentrum in Jülich, Deutschland).

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Erschließung der Potenziale von erneuerbaren Energiequellen und nachwachsenden Rohstoffen; Forschungsarbeiten und Technologieentwicklungen bei aussichtsreichen Anwendungen. Bayer CropScience untersucht das Potenzial ausgewählter Kulturen als alternative Rohstoffe für Biokraftstoffe; wegen der begrenzt verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzflächen ist dabei eine Konkurrenz um Anbaufläche von Lebensmitteln zu vermeiden.

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Selektive, ressourcenoptimierte Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen durch Expression therapeutischer Proteine aus Tabakpflanzen (Plant-made Pharmaceuticals); innerhalb der nächsten sieben bis neun Jahre patientenspezifi sche Medikamente erzielen. Rund 50 bekannte Wirksubstanzen konnten bereits im Labormaßstab aus Pflanzen gewonnen werden. Dazu zählen Proteine für die Synthese von Impfstoffen sowie monoklonale Antikörper für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Infektionen und Krebs. Der Beginn von ersten klinischen Prüfungen mit aus Pflanzen gewonnenen Proteinen ist für 2010 geplant.

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Bereitstellung von verbesserten Medikamenten zur Bekämpfung von Krebs; Erweiterung des Anwendungsgebiets des Krebsmedikaments Nexavar® für die Indikationen Leber-, Haut-, Lungen- und Brustkrebs. Nexavar® ist mittlerweile bereits in mehr als 70 Ländern zur Behandlung von Leberkrebs und in mehr als 80 Ländern zur Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms zugelassen. Auch in weiteren Indikationen werden Studien durchgeführt, darunter zum nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) sowie Brustkrebs, Dickdarmkrebs und Ovarialkrebs (alle Phase II). Nach Beendigung einer Phase-III-Studie in Hautkrebs wegen mangelnder Wirksamkeit wird diese Indikation derzeit nicht weiterverfolgt.

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Bereitstellung eines Medikaments gegen gefährliche Blutgerinnsel; Thrombose-Prophylaxe mit dem oralen Faktorxa-Inhibitor Rivaroxaban (Handelsname: Xarelto®). Xarelto® ist in der Europäischen Union zur Prophylaxe von venösen Thromboembolien (VTE) bei erwachsenen Patienten nach elektiven (geplanten) Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen zugelassen. Die Europäische Union hat im September 2008 die Marktzulassung für Xarelto® erteilt. Weitere Zulassungen wurden in mehr als 50 Ländern erteilt, darunter Australien, China, Kanada, Mexiko und Singapur.
 
Zudem läuft für Rivaroxaban zurzeit ein umfangreiches Entwicklungsprogramm in der fortgeschrittenen Phase für die Thromboseprophylaxe und -therapie in einem breiten Spektrum von Indikationen. Dazu gehören die Therapie von venösen Thromboembolien, die Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern, die Vorbeugung von VTE bei stationär behandelten Patienten mit internistischen Erkrankungen und die Sekundärprophylaxe nach akutem Koronarsyndrom. Insgesamt sollen mehr als 60.000 Patienten am Studienprogramm mit Rivaroxaban teilnehmen.

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Verlängerung der Wirksamkeit des gentechnisch hergestellten Blutermedikaments Kogenate® durch neue Formulierung basierend auf einer Liposomen-Technologie. Eine Phase-II-Studie mit Kogenate® läuft.

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Entwicklung neuer Methoden der Früherkennung von Krebs, Entzündungsprozessen im Nervensystem und Alzheimer durch molekulare Bildgebung. Bestehende Kooperationen wurden ausgeweitet und neue abgeschlossen, z. B. mit der Universität Nagasaki im Bereich Alzheimer-Bildgebung oder Hamamatsu Photonics K.K. im Bereich Tumordiagnostik.

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Erforschung neuer Behandlungsmethoden gegen Multiple Sklerose;  Entwicklung von Alemtuzumab. Ein Phase-III-Programm mit Alemtuzumab läuft.

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Entwicklung von Lösungen für tropische und vernachlässigte Krankheiten; Kooperation mit Stakeholdern, die neue Ansätze verfolgen, damit noch mehr Menschen behandelt werden können. Bayer unterstützt das klinische Entwicklungsprogramm der WHO für die Behandlung der afrikanischen Schlafkrankheit mit dem Wirkstoff Nifurtimox. Die Studien hierzu sind abgeschlossen, die Kombinationstherapie der WHO ist in der Registrierungsphase.

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Bereitstellung neuer Therapien für gynäkologische Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf. In den vergangenen Monaten wurden viele mögliche Behandlungsoptionen für Endometriose und Myome identifiziert und untersucht. Visanne® für die Langzeit- Behandlung der Endometriose wurde zur Zulassung in Europa eingereicht.

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Bessere Therapien für die häufigste Ursache von starker Sehbehinderung und Blindheit bei über 65-Jährigen in den Industrienationen. Ein Phase-III-Programm zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) läuft.

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Möglichkeiten zur frühzeitigen Diagnose von Krankheiten mit einem hohen medizinischen Bedarf. Eine Phase-II-Studie mit neuartigem pet-Tracer zur Unterstützung der Diagnose der Alzheimer-Krankheit läuft.

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Neues Ziel:

Netzwerke mit akademischen Einrichtungen stärken und gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsexpertisen nutzen.
Es besteht eine Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum zur schnelleren Nutzung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen Krebs und eine bessere Bewertung innovativer Therapieansätze für Tumorerkrankungen.
 
Des Weiteren arbeitet Bayer mit der Universitätsklinik Köln zusammen, um neue Erkenntnisse aus den Forschungs- und Entwicklungslabors für die Entwicklung innovativer Ansätze für die Behandlung und Prävention von Krankheiten, z. B. im Bereich Onkologie, zu nutzen.

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Neues Ziel:

Entwicklung eines Medikaments gegen verschiedene Formen des Lungenhochdrucks: Riociguat.
Zwei Phase-III-Studien in den beiden Indikationen pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) und chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) mit dem oralen Medikament Riociguat sind angelaufen.

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Identifizierung neuer Wirkmechanismen für die Fertilitätskontrolle mit neuen Ansätzen in der nicht-hormonellen Verhütung. Projekt eingestellt.

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Ziel erreicht.

Optimierung eines Verfahrens zur Produktion von monomerem mdi (Methylen-Diphenyl-Diisocyanat) für den Bau einer neuen großtechnischen Anlage in China im Jahr 2008 mit dem Ziel, ca. 15 Prozent Energie einzusparen.
Bayer MaterialScience (BMS) hat in Shanghai eine Produktionsanlage für MDI mit einer Jahreskapazität von 350.000 Tonnen in Betrieb genommen.

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Handlungsfeld: Produktverantwortung

Ziel Stand der Umsetzung Zielerreichung 2008 mehr
Weiterer Beitrag zur Ertragssteigerung von Kulturpflanzen durch hochwirksame und verträgliche Pflanzenschutzmittel in Verbindung mit einem guten Profil für Umwelt und Gesundheit. Das Produktportfolio von Bayer CropScience wurde durch die Markteinführung innovativer Produkte erweitert:
- Laudis® (Herbizid): neuer Standard bei Kulturselektivität und erstklassiger Bekämpfung von Unkräutern in Mais
- Movento® (Insektizid): durch die neuartige doppeltsystemische Wirkung werden erstmals alle Teile der Nutzpflanze gegen tierische Schädlinge geschützt
- Infinito® (Fungizid): neuer, einzigartiger Wirkmechanismus, der eine Kreuzresistenz zu anderen Wirkstoffen ausschließt und eine hohe Wirksamkeit bei Kartoffelkrankheiten zeigt
- Oberon® und Envidor® (Akarizide): eignen sich aufgrund der ausgezeichneten Selektivität gegenüber Nutzinsekten zum kombinierten Einsatz in der biologischen Schädlingskontrolle

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Prüfung und Bewertung der Umwelteigenschaften unserer Arzneimittelwirkstoffe und ihres Vorkommens in der Umwelt, um mögliche nachteilige Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu vermeiden. Bayer HealthCare (BHC) erweitert kontinuierlich seine Datenbasis zu Umwelteigenschaften durch Tests zur Ökotoxizität sowie zum Verbreitungs- und Abbauverhalten von Arzneimitteln. Außerdem unterstützt das Unternehmen externe Monitoring-Studien (z. B. Messungen in Flüssen oder Meeren) zu Arzneimitteln und arbeitet bei der Verbesserung von Richtlinien zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von Human- und Tierarzneimitteln mit. Das ERAPharm-Projekt wurde 2008 abgeschlossen.

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Zeitgerechte Umsetzung der REACH-Verordnung im Konzern. Wie von REACH vorgeschrieben, hat Bayer bis 1. Dezember 2008 ca. 1.000 Stoffe bei der Chemikalienagentur ECHA in Helsinki (Finnland) vorregistrieren lassen. Damit haben wir die zentrale Voraussetzung erfüllt, um künftig weiter mit diesen Stoffen zu arbeiten. Als nächster Schritt folgt nun die Erarbeitung von Registrierdossiers für die Stoffe, die in besonders großen Mengen benötigt werden.

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Handlungsfeld: Exzellente Unternehmensführung

Ziel Stand der Umsetzung Zielerreichung 2008 mehr
Kontinuierliche Verbesserung interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter. Die regelmäßigen weltweiten Befragungen der Leitenden Mitarbeiter haben wir fortgesetzt. Auch allgemeine Mitarbeiterbefragungen werden von den Teilkonzernen regelmäßig unternommen. Die globalen Führungsprinzipien sind in die regelmäßigen Leistungsbewertungen integriert, die jährlichen Zielvereinbarungen unserer Führungskräfte enthalten verhaltens orientierte Leadership-Ziele. Regelmäßiges Feedback im Prozess der Leistungsbewertung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern erhöht Motivation und Zufriedenheit der Teilnehmer.

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Steuerung des Umsetzungsprozesses der Richtlinie „Gesundheits-, Sicherheits-, Umweltschutz- und Qualitäts-(HSEQ)-Audits“. Die Implementierung von teilkonzernspezifi schen HSEQ-Management-Systemen ist abgeschlossen, eine vollständige Auditierung der Systeme in allen Regionen läuft.

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Verbesserung der Management-Qualitäten aller Führungskräfte, z. B. durch 360°-Feedback-Analyse. Erfolgt kontinuierlich.

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Umsetzung des Ziels des Weltgipfels der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahr 2002 zur global einheitlichen Klassifizierung und Kennzeichnung von Substanzen und Zubereitungen (Globally Harmonized System, GHS). Die Implementierung in Europa wurde bis zur Verabschiedung der Verordnung über die Verbände der chemischen Industrie unterstützt. In Ländern, die bereits GHS implementiert haben, werden BMS-Produkte mit GHS-konformen Etiketten und Sicherheits-Datenblättern vermarktet. Bis Dezember 2010 wird BMS alle Substanzen nach GHS klassifizieren, bis Juni 2015 auch alle Zubereitungen.

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Permanente, kontinuierliche Sicherstellung der Compliance mit Regularien zur Arzneimittelsicherheit und Qualitätssicherung bei Humanarzneimitteln. Das BHC-Compliance-Management-System beschreibt die Maßnahmen zur permanenten und kontinuierlichen Einhaltung regulatorischer Anforderungen in den Bereichen Arzneimittelsicherheit und Qualitätssicherung. Im Rahmen der Integration von Schering wurden diese Regelungen harmonisiert. Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner sind benannt und detaillierte Informationspflichten und Abläufe festgelegt und werden umgesetzt.
 
Die Einhaltung der Compliance-Standards wird durch systematische interne Inspektionen überprüft. Diese Audits schließen auch Lieferanten mit ein. Mithilfe eines Risikomanagement-Systems werden Risiken systematisch identifiziert und bewertet. Unter anderem wurde eine Risikoanalyse zum Thema Label Compliance realisiert. Die Ergebnisse sind in die „Regulatory Affairs“-Anweisung eingeflossen, welche die Erstellung und Änderung von Labels und Produktinformationen regelt.
 
In der Qualitätssicherung werden Compliance-Verstöße systematisch und funktionsübergreifend bearbeitet. Nach einer Einzelfallanalyse werden entsprechende präventive oder korrigierende Maßnahmen ergriffen. Weiterhin werden Länder und Regionen in konkreten Projekten bei der Einhaltung der Compliance unterstützt.

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Neues Ziel:

Nachhaltiges Beschaffungsmanagement weiter ausbauen.
Die Bayer-Leitlinie Procurement unterstützt klar die Grundsätze des UN Global Compact, unsere Werte und Führungsprinzipien sowie die Bayer-Position zum Thema Menschenrechte. Der Bayer-Einkauf entwickelt zudem einen Verhaltenskodex für Lieferanten, der ab 2009 schrittweise implementiert werden soll. Verschiedene Trainings- und Kommunikationsmaßnahmen wurden gestartet, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei den Einkäufern zu schärfen.

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Neues Ziel:

Formulierung, Kommunikation und Implementierung der Unternehmensposition zum Thema Menschenrechte.
Die Position von Bayer zum Thema Menschenrechte wurde im Mai 2007 veröffentlicht und ist als weltweit gültige Konzernrichtlinie (aktualisierte Version seit 1. 1. 2009) in Kraft.
 
Eine Informationsbroschüre für Manager wurde 2008 in allen deutschsprachigen Ländern verteilt, die Inhalte der Position fließen in unsere Mitarbeiterschulungen ein.

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Handlungsfeld: Soziale Verantwortung

Ziel Stand der Umsetzung Zielerreichung 2008 mehr
Weltweite Förderung des Umwelt wissens junger Menschen; Ausbau der Kooperation mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), u. a. Aufbau von Jugend-Umweltnetzwerken und Capacity-Building-Plattformen in Asien, Amerika, Afrika und Europa. Anfang 2008 wurde die neue, auf weitere drei Jahre angelegte Vertragsperiode mit UENP gestartet. Bayer hat seine Fördermittel um 200.000 Euro auf jährlich 1,2 Millionen Euro aufgestockt.
 
Zu den 2008 geförderten Maßnahmen zählen u. a. der Neuaufbau eines Jugend-Umweltnetzwerks in Nordamerika sowie die Vorbereitung eines Netzwerks in Europa und der Ausbau bestehender Netzwerke in Asien, Lateinamerika und Afrika. Ein Dutzend regionaler Umwelt-Konferenzen in Asien, Latein- und Nordamerika sowie Afrika wurde von Bayer organisatorisch und finanziell unterstützt, ebenso die TUNZA International Children’s Conference 2008 in Stavanger (Norwegen) mit 1.000 Teilnehmern. Bayer und UNEP organisierten erneut einen internationalen Kinder-Malwettbewerb mit Rekordbeteiligung. Dem Umweltbildungsprogamm „Junge Umweltbotschafter“ trat Südafrika als 18. Teilnehmerland bei.

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Stärkung des naturwissenschaftlichen Grundwissens an Schulen mithilfe des in den USA gegründeten Programms „Making Science Make Sense“ in weiteren Ländern. Bayer in Dänemark hat sich 2008 als elftes Teilnehmerland der internationalen Bayer-Bildungsinitiative angeschlossen.

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Förderung des Zugangs zu schulischer und beruflicher Bildung für Kinder und Jugendliche, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern. Das Programm „Learning for Life“ im Rahmen des BCS Child Care Program in Indien wurde weiter ausgebaut.
 
Die Fortbildung für Erzieher und Grundschullehrer zur naturwissenschaftlichen frühkindlichen Förderung am Standort Monheim (Deutschland) wurde weitergeführt. Das internationale Schülerlabor „Baylab plants“ eröffnete im November 2008; am Standort Monheim ist eine Kindertagesstätte im Bau.

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Ausbildungsförderung im Bereich Nachhaltige Entwicklung und Verbesserung des Umweltbewusstseins in Schwellenländern (Capacity Building) entsprechend der Selbstverpfl ichtung der chemischen Industrie nach der Johannesburg-Deklaration und der von der International Conference on Chemicals Management (ICCM) verabschiedeten Erklärung: Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM); Entwicklung eines Ausbildungsprogramms sowie Unterstützung für die Einrichtung eines Lehrstuhls für „Sustainable Development“ an der Tongji-Universität in Shanghai (China). Prof. Zhao Jianfu wurde als Stiftungsprofessor benannt. Der Arbeitsschwerpunkt wird auf der Klima- und Klimafolgenforschung liegen.

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Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung; Stärkere Fokussierung des Stiftungsengagements auf Wissensförderung und Aufstockung des Stiftungsbudgets. Die Fördertätigkeiten der „Bayer Science & Education Foundation“ umfassten 2008 u. a. die Vergabe des mit 50.000 Euro dotierten „Bayer Climate Award“ und die Vergabe von fünf jeweils mit 5.000 Euro dotierten „Bayer Climate Fellowships“ für Schüler, die Unterstützung von 47 naturwissenschaftlichen Schulprojekten mit rund 500.000 Euro und die Vergabe von Studierenden- Stipendien in der Gesamthöhe von rund 140.000 Euro.

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Förderung von Lösungen als Beitrag zu den UN Millenniums-Entwicklungszielen der Bekämpfung von Armut, Senkung der Kindersterblichkeit und Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) startete Bayer ein Pilotprojekt in Uganda, um bei Schulkindern einen besseren Kenntnisstand zu Fortpflanzung und Sexualität zu erreichen und die Familienplanung zu stärken.

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Prüfung, inwieweit die Behandlungsdauer von Tuberkulose (TB) durch den Wirkstoff Moxifloxacin auf ca. die Hälfte verkürzt werden kann. Die Phase-III-Studie remoxtb wird voraussichtlich bis 2011 laufen. Falls die klinische Entwicklung erfolgreich ist, soll Moxifloxacin für die Indikation TB zugelassen und Patienten in Entwicklungsländern zu reduzierten Preisen zur Verfügung gestellt werden.

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Verantwortlicher Umgang mit Gentechnik. Die Position zum verantwortungsvollen Umgang mit der Gentechnik und spezifische Regelungen in den Teilkonzernen und Servicegesellschaften werden umgesetzt.

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Reduzierung der Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden (MAQ  < 2) Die Arbeitsunfallquote hat sich 2008 gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Prozent verringert.

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Konsequente Umsetzung unserer Unternehmenswerte hinsichtlich der Chancengleichheit unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Alter. Unsere Corporate Compliance Policy und unsere Position zum Thema Menschenrechte werden konzernweit konsequent umgesetzt und überwacht. Wir haben ein global einheitliches Vergütungssystem für die Konzernführungskreise umgesetzt und das Diversity-Verhalten in den 360°-Feedback-Prozess aufgenommen. Zudem wurde im Teilkonzern BHC ein Projekt zur langfristigen Erhöhung des Frauenanteils im oberen Management gestartet.

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Handlungsfeld: Verantwortung für die Umwelt

Ziel Stand der Umsetzung Zielerreichung 2008 mehr
Wasseremissionen: Reduzierung der Einleitungen von TOC (Total Organic Carbon = gesamter organischer Kohlenstoff) und Stickstoff in den Vorfluter um zehn Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt (Basisjahr 2005). Die TOC-Emissionen sind im Vergleich zu 2007 um rund zehn Prozent gesunken.
 
Die Stickstoffwerte liegen etwa auf Vorjahresniveau.

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Luftemissionen: Reduzierung der Emissionen von VOC(Volatile Organic Compounds = flüchtige organische Verbindungen) um 30 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt (Basisjahr 2005). Im Vergleich zu 2007 nahmen die VOC-Emissionen aufgrund deutlich gestiegener Produktion am BDS-Standort Vapi (Indien) um zehn Prozent zu. Wir prüfen aktuell die technischen Möglichkeiten zur Reduktion.

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Luftemissionen: Einhaltung einer maximalen Obergrenze der ODS-Emissionen (Ozone Depleting Substances = ozonabbauende Substanzen) von unter 20 Tonnen pro Jahr (CFC-11- Äquivalente) (Basisjahr 2005). Die ODS-Luftemissionen betrugen 2008 17 Tonnen im fortzuführenden Geschäft.

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Luftemissionen:

BMS: Senkung der spezifischen Treibhausgas-Emissionen (t CO2-Äquivalente) pro Tonne Verkaufsprodukt um 25 Prozent weltweit von 2005 bis 2020. Dabei werden die bei der Produktion anfallenden Nebenprodukte Natronlauge und Salzsäure nicht berücksichtigt, weil diese Nebenprodukte aufgrund von Maßnahmen zur Steigerung der Energie effizienz zukünftig in wesentlich geringerer Menge entstehen werden. Ebenso werden die Handelsprodukte nicht berücksichtigt. Die Senkung spezifischer Emissionen ist in diesem energieintensiven Segment als adäquates, ambitioniertes Emissionsziel anerkannt, da es das Erreichen anspruchsvoller Energieeffizienzziele bei gleichzeitig steigendem Umsatz erlaubt.
 
BCS: absolute Reduktion der Treibhausgas- Emissionen (t CO2-Äquivalente) um 15 Prozent weltweit von 2005 bis 2020. 
 

 
BHC: absolute Reduktion der Treibhausgas- Emissionen (t CO2-Äquivalente) um fünf Prozent weltweit von 2005 bis 2020. 
 

 
 
Verbleib der Treibhausgas-Emissionen des Bayer-Konzerns bis 2020 auf dem Niveau von 2007 gemäß heutiger Einschätzung trotz Produktionswachstums.
Bei BMS gingen die spezifischen Treibhausgas-Emissionen (t CO2-Äquivalente pro Tonne Verkaufsprodukt) im Jahr 2008 gegenüber 2007 von 0,95 t CO2-Äquivalenten/t Produkt auf 0,90 t CO2-Äquivalente/t Produkt zurück. Gegenüber 2005 (1,07 t CO2-Äquivalente/t Produkt) beträgt der Rückgang 15,9 Prozent. 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
 

Bei BCS stiegen die Treibhausgas-Emissionen von 2007 auf 2008 leicht von 0,85 Mio. auf 0,87 Mio. t CO2-Äquivalente. Im Vergleich zu 2005 (0,89 Mio. t CO2-Äquivalente) ergibt sich eine Reduktion von 2,2 Prozent. 
  
Bei BHC sanken die Treibhausgas-Emissionen von 2007 auf 2008 von 0,57 Mio. t CO2-Äquivalenten auf 0,56 Mio. t CO2-Äquivalente. Gegenüber 2005 (0,585 Mio. t CO2- Äquivalente) gingen die Treib hausgas-Emissionen um rund 4,3 Prozent zurück.
 
Im Bayer-Konzern gingen die Treibhausgas-Emissionen von 8,15 Mio. t CO2-Äquivalenten (2007) auf 7,57 Mio. t CO2-Äquivalente (2008) zurück. Gegenüber 2005 (8,15 Mio. t CO2-Äquivalente) beträgt der Rückgang 7,1 Prozent.

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Reduzierung der Menge besonders überwachungsbedürftiger (gefährlicher) Produktionsabfälle auf unter 2,5 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt. 2008 betrugen die überwachungsbedürftigen Produktionsabfälle im fortzuführenden Geschäft 3,05 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt, 2007 waren es 2,59 Prozent. Dieser Anstieg ging maßgeblich auf die BCS-Standorte Dormagen (Deutschland), Kansas City (USA) und Muttenz (Schweiz) sowie auf den BHC-Standort Bergkamen (Deutschland) zurück, wo die hergestellte Menge an Produkten und Wirkstoffen deutlich zunahm.

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