Nachrichten 2008

November 2008

Ernährungssicherung: Neuesten Schätzungen zufolge muss die Reisproduktion bis zum Jahr 2030 um bis zu 40 Prozent gesteigert werden, um die Nachfrage durch eine stark wachsende Bevölkerung zu decken.
Verstärkung der Reis-Aktivitäten in der Region Asien-Pazifik
Mit der Eröffnung eines Reis-Entwicklungszentrums in Thailand im November 2008 möchte Bayer CropScience eine zweite Grüne Revolution in Asien ermöglichen. Dazu sollen die Züchtung und Vermarktung von kommerziellem Reissaatgut in der Region erheblich ausgebaut werden. Rund 90 Prozent der Weltreisernte werden allein in Asien eingebracht und dort auch verbraucht. Mit der Einführung von hochwertigem und auf lokale Wetter- und Anbaubedingungen zugeschnittenem Saatgut soll ein Beitrag zur Sicherung der weltweiten Nahrungsmittelversorgung im 21. Jahrhundert geleistet werden. Dazu setzt das Unternehmen auf Hochertragssorten wie Arize®. In der neuen Einrichtung entwickeln Wissenschaftler Hybridreis mit innovativen, pflanzenbaulich relevanten Eigenschaften, beispielsweise Resistenz gegen bestimmte Krankheiten oder Schädlinge. Im Juni 2008 hatte Bayer CropScience bereits ein Reis- Forschungslabor in Singapur eröffnet.
November 2008

Exkursion: Junge Umweltbotschafter aus verschiedenen Ländern lernen bei Bayer, was für den Schutz der Natur wichtig ist – wie beispielsweise Emah Madegwa und Fernando Zetrialdi (v. r.) mit Dr. Annemarie Simons im Schülerlabor von Bayer CropScience in Monheim. Ihr Wissen nehmen sie anschließend mit nach Hause, um es dort weitergeben zu können.
Junge Umweltbotschafter zu Gast bei Bayer
50 junge Umweltbotschafter aus 18 Ländern und vier Kontinenten waren im November 2008 für eine Woche in Leverkusen zu Gast, um sich über Entwicklungen und Chancen von Umweltschutz und Nachhaltigkeit auszutauschen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatten sich in Umwelt- Wettbewerben von Bayer in den jeweiligen Ländern mit ihren Projekten gegenüber etwa 1.200 Mitbewerbern durchgesetzt und waren daraufhin nach Leverkusen eingeladen worden. Auf dem Plan standen der Besuch verschiedener Bayer-Standorte, Diskussionen mit den Nachhaltigkeitsexperten vor Ort sowie Termine bei öffentlichen Einrichtungen und weiteren Industriepartnern. Das Umweltbotschafter- Programm ist Element der Kooperation zur Jugend-Umwelterziehung zwischen Bayer und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP). Indem die Umweltbotschafter nach ihrer Rückkehr in die Heimatländer ihre Erlebnisse und Erfahrungen weitergeben, helfen sie, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in den jeweiligen Gesellschaften zu verbreiten. Viele ehemalige Teilnehmer dieser Bayer-Initiative sind inzwischen in ihrer Heimat in wichtigen Funktionen des Umweltschutzes tätig.
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November 2008

Innovative Zusammenarbeit: Bayer-Mitarbeiter Gary Davis untersucht im Rahmen der Kooperation unter anderem potenzielle Biomarker-Proteine im Massenspektrometer.
Kooperation im Kampf gegen Krebs
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Bayer HealthCare vereinbarten im November 2008 eine zunächst auf zwei Jahre angelegte strategische Forschungsallianz. Die Zusammenarbeit soll die schnellere Nutzung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen Krebs ermöglichen und eine bessere Bewertung innovativer Therapieansätze für Tumorerkrankungen erlauben. Dafür werden die Partner bis 2010 jeweils 1,75 Millionen Euro in die gemeinsame Krebsforschung investieren. Im Mittelpunkt der Kooperation sollen gemeinsame anwendungsnahe Projekte zur Erforschung von Molekülen, Mechanismen und Modellen stehen, die Impulse für die Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs geben können.
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November 2008 Auszeichnungen für das Unternehmen
In Brasilien gilt Bayer als das beste Chemie- und Pharmaunternehmen. Dies ergab im November 2008 eine Umfrage der Zeitschrift Época Negocios, eines der wichtigsten Wirtschaftsmagazine des Landes. Insgesamt über 200 lokale und internationale Unternehmen wurden unter anderem nach den Kriterien Vertrauen, Qualität, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung sowie Innovation beurteilt. Auch was das Recruiting von Arbeitskräften im Netz betrifft, leistet der Konzern gute Arbeit. Die Online-Karriereseite von Bayer Deutschland gehört zu den besten Europas. Im „Top Employer Web Benchmark 2009“ der schwedischen Unternehmensberatung Potentialpark erreichte Bayer unter den deutschen Unternehmen den ersten Platz. Die Bayer-Karriereseite darf nun die Auszeichnung „Top Career Website 2009“ tragen.
November 2008 Vergleich mit dem US-Justizministerium
Mit einem Vergleich endeten im November 2008 die Ermittlungen des US-Justizministeriums gegen bestimmte Marketingprogramme der Bayer- HealthCare-Division Diabetes Care aus den Jahren 1998 bis 2003. Bayer HealthCare stimmte einer einmaligen Zahlung von 97,5 Millionen US-Dollar zu, das Verfahren wurde eingestellt. Dadurch konnten weitere zeitaufwendige, teure und mit den üblichen Prozessunsicherheiten verbundene Auseinandersetzungen vermieden werden. Der Vergleich stellt jedoch keineswegs ein Schuldeingeständnis durch Bayer HealthCare dar. Seit Beginn der Untersuchung 2003 hatte das Unternehmen in vollem Umfang mit der Behörde zusammengearbeitet.
Oktober 2008 Neue Pipeline für den CO-Verbund
Bayer MaterialScience (BMS) baut eine Kohlenstoffmonoxid-Versorgungsleitung zwischen den Chemiestandorten Dormagen und Krefeld-Uerdingen, die das bestehende CO-Verbundsystem zwischen Dormagen und Leverkusen ergänzen soll. Der nordrhein-westfälische Landtag hat mehrfach festgestellt, dass das Projekt dem Gemeinwohl dient. Außerdem haben im April 2009 BMS und das Land NRW einen Vertrag zur Absicherung der Gemeinwohlnützigkeit abgeschlossen. Im Oktober 2008 hat die Bezirksregierung Düsseldorf einen Planergänzungsbeschluss zum ursprünglichen Planfeststellungsbeschluss erlassen. Die Inbetriebnahme ist auch abhängig vom Ausgang gerichtlicher Verfahren; Anwohner befürchten Gesundheitsrisiken und haben geklagt. Bayer ist sich der Verantwortung gegenüber seinen Nachbarn und der Region bewusst. Die Sicherheit der Versorgungsleitung hat oberste Priorität, sie wurde in mehreren Gutachten bestätigt. Bayer sucht weiterhin intensiv den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und informiert umfassend über das Projekt, beispielsweise mit der seit Oktober 2008 erhältlichen Broschüre „Ihre Fragen – unsere Antworten“.
Oktober 2008

Scheckübergabe: UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner (r.) mit den jungen Künstlern und Gästen in New York
UNEP-Malwettbewerb für guten Zweck
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), mit dem Bayer jedes Jahr den internationalen Kindermalwettbewerb organisiert, hat bei einer Auktion in New York (USA) im Oktober 2008 ausgewählte Bilder versteigert und 21.000 US-Dollar eingenommen. Das Geld kommt einem Hilfsfonds für Kinder, die durch klimabedingte Katastrophen in Not geraten sind, zugute. UNEP und Bayer veranstalten den Kindermalwettbewerb jährlich zu einem zentralen Umweltthema. Mehr als 15.000 Kinder aus 90 Ländern nahmen 2008 daran teil. Die Ausstellung der Bilder des letztjährigen Wettbewerbs zum Thema Klimawandel war auch in Italien, Polen, Ungarn, Deutschland und Malta zu sehen.
September 2008 Erneute Aufnahme in wichtige Nachhaltigkeits-Indizes
Schon zum zehnten Mal in Folge wurde Bayer für das Jahr 2008/2009 in den „Dow Jones Sustainability World Index“ (DJSI World) aufgenommen. Der weltweit bedeutendste Nachhaltigkeitsindex beruht auf den Ergebnissen des Corporate Sustainability Assessment, das von der renommierten schweizerischen Rating-Agentur SAM Research realisiert wird. Im September 2008 ist Bayer erneut im „Carbon Disclosure Leadership Index“, dem ersten weltweiten Klimaschutz-Index, vertreten. Damit macht die Investorengruppe des „Carbon Disclosure Project“ in New York (USA) deutlich, dass sie Bayer zu den auf dem Gebiet des Klimaschutzes international führenden Unternehmen zählt.
August 2008 Explosion in Institute
In einem Betrieb von Bayer CropScience in Institute, West Virginia (USA), kam es am 28. August 2008 zu einer Explosion und einem Brand. Dabei kamen zwei Mitarbeiter ums Leben. Luftmessungen an den Werksgrenzen ergaben keine erhöhten Konzentrationen gefährlicher Stoffe in der Umwelt. link
Juni 2008

Einsparpotenzial: Bayer-Mitarbeiter Jörg Bäther bei der Prüfung der Sauerstoff-Einleitungsrohre der sogenannten Sauerstoffverzehrkathode.
Bayer erhält Umweltpreis des BDI
Für die im Bayer-Klimaprogramm vorangetriebene Entwicklung und den Einsatz der energiesparenden Sauerstoffverzehrkathoden-Technik zur Chlor-Herstellung erhielt Bayer im Juni 2008 den Umweltpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) – Kategorie „Umweltfreundliche Technologie“ – und den Europäischen Umweltpreis für Unternehmen. Die Sauerstoffverzehrkathode senkt den Stromverbrauch und somit die CO2-Emissionen um 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren. Bayer setzt die Technologie bereits seit 2003 am Standort Brunsbüttel (Deutschland) ein und seit 2008 im großindustriellen Maßstab auch am Standort Shanghai (China). Chlor wird unter anderem zur Herstellung hochwertiger Polyurethane gebraucht. Mit der innovativen Technologie wird über den gezielten Einsatz von Sauerstoff in der Salzsäure-Elektrolyse der Stromverbrauch um 30 Prozent reduziert.
Mai 2008 Einflussnahme auf Arzneimittelpreise
Das Bundeskartellamt hat im Mai 2008 gegen Bayer HealthCare Deutschland, die deutsche Vertriebsgesellschaft von Bayer HealthCare, eine Geldbuße von 10,34 Millionen Euro verhängt. Das Amt sieht es als erwiesen an, dass Mitarbeiter des Unternehmens in wettbewerbswidriger Weise auf die Wiederverkaufspreise von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Apotheken Einfluss genommen haben. Bayer HealthCare Deutschland teilt die rechtliche Position des Bundeskartellamts nicht. Um aber eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung und damit verbundene nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten von Bayer HealthCare Deutschland zu vermeiden, hat sich das Unternehmen entschieden, die Geldbuße zu akzeptieren. Des Weiteren hat Bayer HealthCare Deutschland ihre Marketingmaßnahmen hinsichtlich ihrer verschreibungsfreien Arzneimittel im Verhältnis zu den Apothekern noch einmal insgesamt überprüft und da, wo sinnvoll und erforderlich, angepasst.
Mai 2008 Ruhen der Zulassung
Fehlerhaft gebeiztes Maissaatgut hat im Frühjahr 2008 zu einem großflächigen Bienensterben am Oberrhein in Deutschland geführt. Da als Schutz vor dem gefürchteten Maiswurzelbohrer zur Beize das Pflanzenschutzmittel Poncho® verwendet worden war, hat das deutsche Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BVL) im Mai 2008 das Ruhen der Zulassung für dieses Saatgutbehandlungsmittel für Mais erlassen. Bayer CropScience hat in der Zwischenzeit Unterlagen eingereicht, die die Sicherheit bei sachgemäßer Anwendung belegen. Um die von den Bienenverlusten betroffenen Imker zu unterstützen, hat Bayer CropScience eine Soforthilfe von zwei Millionen Euro gezahlt. link
Mai 2008

Neue Hoffnung: Durch die Zuwendungen des Bayer-Konzerns und die Spenden der Mitarbeiter konnte schnell und nachhaltig geholfen werden, z. B. in Form von Notunter künften und Krankenversorgung. Bayer-Mitarbeiterin Brenda Gong ist eine von über 100 Mitarbeitern, die im Erdbebengebiet Hilfe leisten.
Unterstützung der Erdbebenregion Sichuan
Als Reaktion auf das verheerende Erdbeben in Sichuan (China) im Mai 2008 stellte die Bayer Cares Foundation dem Sichuan Technology and Business College 20 Klassenräume, 50 Wohnungen und eine mobile Krankenstation in Form von modernen Containern zur Verfügung. Experten-Teams aus den drei Bayer-Teilkonzernen arbeiteten unter der Projektleitung von Bayer Technology Services bei der Entwicklung, Konstruktion und Lieferung dieser Container eng zusammen. Die Kosten des Projekts von insgesamt 825.000 Euro trägt die Bayer Cares Foundation. Damit summierten sich die Hilfeleistungen, die Bayer den Erdbebenopfern in China in Form von Sach-, Medikamenten- und Geldspenden zur Verfügung gestellt hat, bis Ende 2008 auf mehr als 2,2 Millionen Euro. Die schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen, die von Naturkatastrophen betroffen sind, ist einer der Schwerpunkte der Bayer Cares Foundation.
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